Was ist API bzw. was ist eine API-Pumpe?

Die Abkürzung API steht für American Petroleum Institute. Dabei handelt es sich um eine US-amerikanische Organisation, die weltweit anerkannte Normen und Standards für die Öl-, Gas- und Petrochemieindustrie entwickelt hat. Im Zusammenhang mit Industriepumpen bezeichnet „API“ in der Regel Richtlinien zur Konstruktion, Herstellung und Prüfung von Kreiselpumpen und Verdrängerpumpen als Prozesspumpen, die in anspruchsvollen Einsatzbereichen verwendet werden – etwa in Raffinerien, petrochemischen Anlagen, der Chemie oder anderen verfahrenstechnischen Prozessen.

 

Ursprung und Ziel der API-Standards

Das American Petroleum Institute wurde bereits 1919 gegründet, um Sicherheits-, Qualitäts- und Leistungsstandards in der Erdöl- und Gasindustrie zu definieren. Da Industriepumpen in dieser Branche hohen Temperaturen, Drücken und aggressiven Medien ausgesetzt sind, war es notwendig, einheitliche Anforderungen zu schaffen. Diese API-Standards stellen sicher, dass Pumpen zuverlässig, langlebig und sicher arbeiten – unabhängig vom Hersteller.

 

Wichtige API-Normen für Pumpen

Für den Pumpenbereich sind verschiedene APIs von Bedeutung. Diese Normen beschreiben die Anforderungen an Pumpen. Sie definiert unter anderem:

 

Die relevantesten API-Normen im Pumpenbereich sind:

  • API 610: Anforderungen an Kreiselpumpen für Raffinerien /Petrochemie & teils auch in der Chemie
  • API 674: Verdrängerpumpen (Kolbenpumpen, Plungerpumpen, Zahnradpumpen) in der Petrochemie.
  • API 675: Membranpumpen für präzise Dosierung chemischer Stoffe.
  • API 676: Zahnradpumpen für hydraulische und chemische Prozesse, Öl- und Gasindustrie.
  • API 677: Dichtungslose Magnetkupplungspumpen, oft in chemischen Prozessen.
  • API 678: Drehkolbenpumpen für Hochviskositäten, Chemie- und Ölprozesse.
  • API 682: Gleitringdichtungen in rotierenden Maschinen
  • API 685: Dichtungslose Kreiselpumpen (mit Magnetkupplung oder als Spaltrohrmotorpumpe)

API-konforme Pumpen werden häufig als Standardprozesspumpen oder Industriepumpen für Raffinerien bezeichnet und gewährleisten eine einheitliche Qualität und Austauschbarkeit über Herstellergrenzen hinweg.

 

Vorteile von API- Pumpen

Pumpen, die nach API-Standards gefertigt sind, bieten mehrere Vorteile:

  • Hohe Betriebssicherheit durch geprüfte Konstruktion und Schutz vor Ausfällen
  • Austauschbarkeit und Standardisierung von Komponenten, z. B. Anschlüsse, Schaufelräder, Lagergehäuse oder Gleitringdichtungen
  • Lange Lebensdauer bei anspruchsvollen Einsatzbedingungen wie korrosiven Medien, hohen Temperaturen oder starkem Druck
  • Weltweite Akzeptanz, insbesondere in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie
  • Optimale Integration in verfahrenstechnische Prozesse durch standardisierte Leistungskurven und Abmessungen

 

In Kürze

Eine API-Pumpe ist kein spezieller Pumpentyp, sondern eine nach festgelegten technischen Standards gefertigte Industrie- und Prozesspumpe, die den hohen Anforderungen der Raffinerie- und Chemieindustrie gerecht wird.
Für Unternehmen bedeutet dies: verlässliche Leistung, Sicherheit, standardisierte Austauschbarkeit und internationale Vergleichbarkeit.

 

 

Neben der API gibt es auch noch die internationalen ISO und EN Standards. Erfahren Sie auch hierzu mehr.

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