Pumpen-Lexikon

Spaltrohrmotorpumpen

Die Spaltrohrmotorpumpe ist ein integrales, kompaktes und wellendichtungsloses Aggregat. Motor und Pumpe sind eine Einheit, bei welcher der Rotor und das Laufrad auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind. Der Rotor wird durch zwei baugleiche, flüssigkeitsgeschmierte Gleitlager geführt. Die Statorwicklung des Motors wird durch ein dünnes Spaltrohr vom Rotorraum getrennt. Der Rotorraum seinerseits bildet mit dem Hydraulikteil der Pumpe einen gemeinsamen Raum, welcher vor der Inbetriebnahme mit Förderflüssigkeit gefüllt sein muss. Die Verlustwärme des Motors wird durch einen Teilstrom zwischen Rotor und Stator abgeführt. Gleichzeitig schmiert der Teilstrom die beiden Gleitlager im Rotorraum. Neben dem Spaltrohr als hermetisch dichtem Bauteil stellt das Motorgehäuse eine zweite Sicherheitshülle dar.

Spaltrohrmotorpumpen garantieren höchste Sicherheit für Mensch und Umwelt in den verschiedenen Produktionsprozessen der chemischen Industrie. Häufig für Extrembedingungen konzipiert, werden sie eingesetzt, wenn Flüssigkeiten und Gase mit extremen Temperaturen und Gefahrenpotential gefördert werden. Selbst bei höchsten Drücken und Leistungsstärken bieten die Pumpen absolute Sicherheit. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Technologien an ihre Grenzen stoßen. Hohe Systemdrücke, starke Temperaturschwankungen, schwierigste Fördermedien – HERMETIC-Pumpen sind für solche Extreme entwickelt worden.

Die doppelte, hermetische Sicherheitshülle der Spaltrohrmotorpumpen bietet absolut zuverlässigen Schutz gegen ungewollte Leckage der Pumpen. Gleichzeitig fallen bei diesem seit Jahrzehnten bewährtem Konstruktionsprinzip
Wellendichtungen, konventionelle Lager und Kupplungen ganz weg. Hohe Betriebssicherheit, kaum Verschleiß und damit hohe ‚Mean Time Between Repairs‘ (MTBR) sind das Resultat.

Bevorzugte Einsatzgebiete hermetischer Pumpen

Spaltrohrmotorpumpen werden bevorzugt in der chemischen und petrochemischen Industrie eingesetzt, aber auch für einfache Förderaufgaben, etwa als Umwälzpumpen in der industriellen Kältetechnik.

Gefördert werden im Allgemeinen: Aggressive, toxische, explosive, heiße, tiefkalte, übelriechende, leichtflüchtige, feuergefährliche oder krebserregende Stoffe – kurz Fördermedien, die Umwelt- und Gesundheitsgefahren darstellen.

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