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Energieeffizienz bei Pumpsystemen

Der Blick auf das gesamte System kann systematisch Energie sparen

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Keine Frage: Die Optimierung jeder einzelnen Pumpe auf energetische Effizienz hin lohnt sich. Doch der Blick aufs Gesamtsystem kann zusätzliche Potenziale offenbaren, die bei zu enger Betrachtung außer Acht gelassen werden. Wege, mit dem Systemansatz die Effizienz von Pumpsystemen zu steigern, hat jetzt Europump vorgestellt, die europäische Gesellschaft der Pumpenhersteller.

Die Ausgaben für Energie machen den größten Anteil der Lebenszykluskosten einer Pumpe aus. Betreiber sind daher gut beraten, nicht einfach das Aggregat mit den günstigsten Anschaffungskosten zu wählen. Vielmehr lohnt es sich langfristig, eine Pumpe anzuschaffen, die genau auf ihren Einsatz ausgerichtet ist. Bei der Wahl der perfekt passenden Komponente für die Fluidförderung hilft der PUMPselector der Star Pump Alliance. Doch neben der optimierten Auslegung des Aggregats kann es sich für Betreiber auch lohnen, den Blick auf das gesamte System zu richten. Auf die Potenziale des Systemansatzes zur Erhöhung der Energieeffizienz hat jetzt Europump hingewiesen. Die europäische Gesellschaft der Pumpenhersteller bezieht sich in diesem Kontext besonders auf die ErP-Richtlinie der Europäischen Union.

 

Optimierungspotenziale im Terrawatt-Bereich

Das Regelwerk, das auch unter dem Namen Ökodesign-Richtlinie bekannt ist, bezieht sich maßgeblich auf die Effizienz von Produkten sowohl aus dem Konsumentenumfeld als auch in der Industrie, mit der Absicht, Produkte mit niedriger Effizienz allmählich aus dem Markt zu verdrängen. Um Gesamtsystemen zu möglichst hoher Effizienz zu verhelfen, reiche dieser Ansatz allerdings nicht, kritisiert Europump: Nötig sei vielmehr, mit ausreichend Zeit und Fachwissen das gesamte Pumpsystem in Augenschein zu nehmen. Ein aufwendiger Prozess, der sich langfristig jedoch lohnen kann: Nach eigenen Schätzungen sei so europaweit die Senkung des Energieverbrauchs von Pumpsystemen um bis zu 50 Terrawattstunden möglich.

Um dem Anspruch zu genügen, mit einem Systemansatz die Effizienz eines Pumpsystems zu erhöhen, ist es laut Europump nötig, zu Beginn ein Ziel zu definieren, das es zu erreichen gilt – basierend auf den Durchflussraten, die das System erreichen soll. Denn schließlich hängt von dieser Anforderung die Eigenschaft jeder Komponente ab, von der Größe der Rohrleitungen bis zu den eingesetzten Motoren. Anschließend müssen Betreiber die Mindestmenge an Energie ermitteln und mit der tatsächlich verbrauchten Energie vergleichen.

 

Effizienzsteigerung auf allen Ebenen

Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Effizienz jedes Aggregats ermitteln, sondern auch aufzeigen, an welchen Stellen Verluste jenseits der einzelnen Komponenten auftreten. Die auf diese Weise erreichbaren Optimierungen kommen letztlich nicht nur Umwelt und Klima zugute, sondern auch dem Betreiber – denn jedes Prozent Energie, das nicht verbraucht wird, bedeutet heute bares Geld. Anwender, die mehr über die Potenziale des Systemansatzes erfahren möchten, finden auf der Website von Europump wertvolle Informationen.
 

Das EU Energielabel
Das Energielabel der EU verweist auf den Energieverbrauch von Komponenten. Doch auch der Blick auf das gesamte System kann lohnen.

 

 

Bilder: Pixabay

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