Pumpen-Technologie -
vielseitig einsetzbar

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Einsatz in der Papierindustrie

In der Papierindustrie werden kalkhaltige Ablagerungen aus dem Kreislaufwasser mit dem Einsatz von Kalkfallen unterbunden. Hierdurch wird der Frischwasserverbrauch deutlich reduziert und bewirkt eine nachhaltige Verbesserung der Prozesszuverlässigkeit. Auch werden die Kosten für die Instandsetzung und Wartung der Systeme erheblich reduziert. Für die Entsorgung des Abwassers gibt es strenge Regeln. Die Wiederaufbereitung von Abwasser ist daher nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Der Pumpenhersteller EDUR hat eine höchst effiziente Methode zur Verbesserung der Abwasserreinigung entwickelt.

Die Pumpen arbeiten als dynamischer Mischer, wobei das Umlaufwasser mit Umgebungsluft gesättigt wird. Der im Wasser enthaltene Kalk wird vom Wasser getrennt, indem jedes einzelne Partikel sich an feine Luftbläschen heftet und an die Wasseroberfläche getragen wird. Dort werden sie dann in einem weiteren Prozessschritt abgeräumt. Es gibt mehrere Flotationsverfahren, die sich hauptsächlich in der Art der Blasenerzeugung unterscheiden. Durchgesetzt hat sich in der Aufbereitungstechnik die so genannte Druckentspannungsflotation, weil sie sich als effizientes Verfahren bewährt hat.

Aufgabe

In einer Papierfabrik wurde ursprünglich ein Teilstrom von ca. 288 m³/h in einem Druckreaktor mit Druckluft gesättigt. Die eingebrachte Druckluftmenge war eingeregelt auf ca. 400-500 l/min. Für die Belüftung der Flotation waren konventionell eine Standardpumpe mit 75,0 kW Motorleistung (QN 288m³/h, HN 6,5 bar, Leistungsaufnahme bei QN ca. 68,0 kW) sowie ein Kompressor 7,5 kW, ein Druckreaktor zur Luft-Wasser-Gemischaufbereitung und ein Druckluftkessel installiert. Dieses konventionelle System benötigt ein hohes Maß an Energie und ist zudem sehr wartungsintensiv, da neben der Standardpumpe noch viele Komponenten wie z.B. Kompressor und Druckkessel  im Einsatz sind.

Lösung

Unter gleichen Betriebsbedingungen wurden zwei EDUR Mehrphasenpumpen Typ LBU 603 E162L / 18,5 kW mit Lufteintrag vor der Pumpe installiert. Die Ergebnisse zeigten einen einwandfreien Betrieb der Flotationsanlage bei einem Betriebspunkt QN 45 m³/h HN 4 bar inkl. ca. 20% Luft sowie einer Leistungsaufnahme von ca. 13,0 kW je Pumpe bei QN. Im konventionellen System werden insgesamt 75,5 kW (Motor und Kompressor) benötigt. Im EDUR System dagegen ist kein Kompressor erforderlich; die Leistungsaufnahme der beiden Pumpen liegt lediglich bei 26,0 kW. Die Gesamtantriebsleistung reduziert sich somit um 49,5 kW oder beachtliche 65,6%. Die jährliche Energiekostenersparnis beträgt bei einem Strompreis von € 0,10 / kWh und einer jährlichen Betriebsstundenzahl von 8.000 Stunden (3-Schichtbetrieb) bei etwa € 39.600,00. Der energieeffiziente Umbau der Anlage hat sich folglich nach etwa 5 Monaten amortisiert.

Technik

Producer: EDUR

Pump 2 Stück LBU 603 E162L / 18,5 kW
Medium kalkhaltiges Wasser inkl. ca. 20% Luftanteil
Flowrate ca. 45 m³/h
Pressure ca. 4 bar
Leistung im Betriebspunkt ca. 13,0 kW je Pumpe

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