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Mobile Drehkolbenpumpe vereinfacht Entsorgung von korrosivem Salzschlamm

Salz ist nach wie vor eines der wertvollsten Güter, doch die Herstellung bringt Schwierigkeiten mit sich: Vor allem bei der Gewinnung von Steinsalz setzt sich Natriumchlorid, mit Sand und anderen Abbaumaterialien vermischt, schnell in den Sammelbehältern fest. Der aggressive Stoff enthält nicht nur Verunreinigungen, sondern fördert auch die Korrosion des Metalls in den Produktionsanlagen.

Einer der weltgrößten Salzproduzenten musste daher immer wieder eine Reinigungsfirma mit Saugwagen kommen lassen, die in wochenlanger Arbeit den Schlamm aus den Tanks entfernte.

Durchschnittlich 14 Tage dauerte die Reinigung mit dieser Methode mit einer Vakuumpumpe und kostete jedes Mal etwa 10.000 Euro. Um diesen Aufwand zu reduzieren und die Kosten zu senken, wird hier inzwischen eine TORNADO® Drehkolbenpumpe von NETZSCH verwendet. Die selbstansaugende Anlage kann mit einem Stapler leicht zwischen den Behältern versetzt werden und verkürzt das Absaugen durch ihre kontinuierliche Leistung von zwei Wochen auf rund fünf Tage.

Aufgabe

Rund 100 m³ reine Feststoffe setzen sich pro Jahr in jedem der zehn Vorratstanks ab, die jeweils 20.000 m³ Salz fassen. Das Gemenge besteht aus Natriumchlorid, Sand, der sich beim Abtragen im Bergwerk bildet, Anhydrit sowie Gips und macht durch seinen hohen Feststoffanteil die Säuberung der Behälter schwierig. Versuche, den Schlamm mit herkömmlichen Kreiselpumpen zu fördern, scheiterten an der zu geringen Ansaugleistung. Stattdessen mussten einmal jährlich Saugwagen bestellt werden, die mittels einer Vakuumpumpe einen Unterdruck erzeugen und die Reste so aus den Tanks saugen.

Lösung

Die Suche nach einer Alternative gestaltete sich durch das ungewöhnliche Fördermedium allerdings schwierig. Wegen der Aggressivität von Natriumchlorid in Verbindung mit Metall boten verschiedene Pumpenhersteller nur Modelle aus widerstandsfähigen, aber teuren Sonderwerkstoffen an. Letztlich fiel die Entscheidung auf ein System, das zum Schutz des Pumpenkörpers nicht auf spezielles Material, sondern auf eine besonders servicefreundliche Konstruktion setzt. Korrosionsnester bilden sich nur in stehendem Wasser. Deshalb ist es entscheidend, die Pumpe bei längerem Stillstand schnell und einfach zu reinigen. Die Wahl fiel auf eine TORNADO® Drehkolbenpumpe die genau auf diese Anforderung ausgelegt ist. Zum Säubern wird einfach der Gehäusedeckel geöffnet und der Innenraum mit Wasser ausgespült. Das Salz wird so vollständig entfernt, dass die Gerätesubstanz nicht angegriffen wird. Zudem sind Pumpenraum und Gleichlaufgetriebe räumlich voneinander getrennt. Dadurch kann das aggressive Medium nicht das Getriebe schädigen. Die Pumpe erreicht Fördermengen von bis zu 1.000 m³/h bei 6 bar Druck und einem Saugvermögen von bis zu 8 mWS. Die bewegten Medien können dabei niedrig- bis hochviskos, thixothrop und dilatant, schmierend oder nicht-schmierend, scherempfindlich, abrasiv oder – wie in diesem Fall – höchst aggressiv sein. Selbst Gemenge mit Feststoffen bis zu einer Korngröße von 70 mm lassen sich damit fördern. Deshalb kann auch der Salzbrei fast unverdünnt abgesaugt werden, die Fördermenge liegt hierbei kontinuierlich zwischen 10 und 25 m³/h. Die Tanks wurden so im ersten Testlauf innerhalb von nur fünf Tagen geleert, wodurch sich die Anschaffung der TORNADO® Pumpe bereits nach dem ersten Einsatz amortisiert.

Technik

Hersteller: NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH

Pumpe TORNADO® Drehkolbenpumpe
Medium Salzbrei
Fördermenge 10 - 25 m³/h

 

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