Schlauchpumpen

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Schlauchpumpen, auch als Peristaltikpumpen bekannt, fördern eine Vielzahl an Flüssigkeiten mit einer außergewöhnlichen Technologie. Diese robusten Pumpen lassen sich nicht nur zum Fördern, sondern auch zum Dosieren einsetzen. Und auch sonst haben die Aggregate aus der Gruppe der Verdrängerpumpen einige Vorteile zu bieten.

Technische Daten zu den verfügbaren Schlauchpumpen
unserer Allianz-Mitglieder

  • Fördermenge:  bis 15 m³/h
  • Förderhöhe:  bis 100 m
  • Pressure:  bis 10 bar
  • Viscosities:  bis 50.000 mm²/sec
  • Temperatures:  0 °C bis 80 °C
  • Gases:  bis 99 %
  • Solids:  bis 80 % (max. 45 mm)
  • pH-value:  0 - 14
  • selbstansaugend
  • dichtungslos
  • Hygieneausführung verfügbar

Wie Schlauchpumpen funktionieren

Im Inneren der Schlauchpumpe befindet sich ein Schlauch, der in U-Form durch das Gehäuse geführt ist. Um Flüssigkeit zu fördern, wird der Pumpenschlauch von Rollen abgeklemmt, die sich an einem Rotor drehen: Die Bewegung des Rotors führt also dazu, dass sich die abgeklemmte Stelle entlang des Schlauchs bewegt. Das darin befindliche Fördermedium wird so durch das Innere des Pumpenschlauches von der Ansaugseite zur Druckseite gefördert. Schlauchpumpen gehören somit zu den Verdrängerpumpen.

Schlauchpumpen werden auch Peristaltikpumpen oder Quetschpumpen genannt. Der Begriff stammt aus dem Griechischen peri = „herum“ und stellein = „in Gang bringen“ und bezieht sich auf die Muskeln von Organen wie der Speiseröhre, die ebenfalls durch Kontraktion ein Medium fördern.

Vorteile von Schlauchpumpen

Ein Rotor, ein Schlauch und ein Gehäuse: Mehr braucht es kaum für die ebenso simple wie überzeugende Technik der Schlauchpumpe. Durch ihre einfache Bauweise, die große Flexibilität und die unkomplizierte Wartung überzeugt die Pumpentechnologie in vielen Branchen und bei der Förderung zahlreicher Medien.

Die Förderschläuche von Schlauchpumpen können auf viele Medien angepasst werden. Bei fachgerechter Wahl des Schlauchmaterials, können Peristaltikpumpen im Dauerbetrieb eingesetzt werden. Dazu muss der Pumpenschlauch zu den Eigenschaften der zu fördernden Flüssigkeit und zu den weiteren Gegebenheiten der gewünschten Anwendung passen. Erst wenn nach langen Standzeiten der Schlauch ersetzt werden muss, ist eine Wartung notwendig. Da der Pumpenschlauch oft aus gängigen Materialien hergestellt wird, fallen hierfür nur geringe Kosten an.

Durch die hohe Dosiergenauigkeit von Schlauchpumpen können Betreiber Kosten für Verbrauchsmedien sparen: Die Pumpe dosiert exakt so viel Fördermedium wie nötig. Im Gegensatz zu anderen Dosierpumpen fördern Schlauchpumpen gleichmäßig und pulsationsarm – das kann die Qualität des Prozesses und des finalen Produkts entscheidend erhöhen. Auch bei kleinen Mengen ermöglichen Schlauchpumpen eine präzise, gleichmäßige Dosierung mit hoher Wiederholgenauigkeit. Zudem sind sie trockenlaufsicher und erfordern nur einen geringen Wartungsaufwand.

Austauschbare Pumpenköpfe bringen Flexibilität

Muss der Schlauch einer Schlauchpumpe aufgrund von Materialermüdung ausgetauscht werden, ist der Wartungsaufwand sehr gering: Hersteller hochwertiger Schlauchpumpen ermöglichen den Tausch durch den Wechsel des Pumpenkopfs. Dieser enthält den Schlauch und die Förderrollen sowie teilweise sogar eine integrierte Leckageerkennung. Da das Bedienpersonal den gesamten Kopf tauschen kann, kommt es nicht in Kontakt mit der Förderflüssigkeit. Zudem ist die Wartung ohne jedes Werkzeug möglich.

Durch den Austausch des Pumpenkopfs lässt sich eine Schlauchpumpe auch sehr einfach an die Besonderheiten des Fördermediums anpassen: Soll ein anderes Medium transportiert werden, genügt es, einen Pumpenkopf zu wählen, dessen Schlauch aus einem geeigneten Material gefertigt ist. Die übrigen Komponenten der Pumpe können ohne Anpassung weiterverwendet werden.

Baugrößen und Anwendungsgebiete von Schlauchpumpen

Schlauchpumpen gibt es in zahlreichen Baugrößen: Von reinen Dosierpumpen für Fördermengen von 0,1 bis 2.000 ml/min über Förderpumpen für Mengen von 10 bis zu mehreren 10.000 l/h bis hin zu großen Industriepumpen mit Fördermengen von bis zu 100.000 l/h bleiben kaum Wünsche offen. Die Komponenten hochwertiger Schlauchpumpen halten dabei einem Betriebsdruck von bis zu 16 bar stand.

Mit ihren flexiblen Schlauchmaterialien und der großen Bandbreite an Fördermengen eignen sich Schlauchpumpen für den Einsatz in zahlreichen Industrien. Hierzu zählen:

Besondere Einsatzmöglichkeiten

Schlauchpumpen als Dosierpumpen

Die Technologie von Schlauchpumpen bietet viele Vorteile, die auch in der Dosierung von Flüssigkeiten zum Tragen kommen. Insbesondere bei kontinuierlichen Dosieraufgaben, etwa in der Abwasseraufbereitung oder in verschiedenen Bereichen der Prozessindustrie, bewähren sich die robusten Dauerläufer durch ihre einfache Bedienung und den zuverlässigen Betrieb.

Durch ihr verdrängendes Förderprinzip können Peristaltikpumpen auch hochviskose Medien fördern. Das geschlossene System dieser Trockenläufer verfügt bei hochwertigen Aggregaten über glatte Oberflächen, die sich leicht reinigen und sterilisieren lassen. Dadurch sind Schlauchpumpen auch für die Förderung und Dosierung in der Pharma- und Lebensmittelproduktion geeignet.

Anders als bei manchen anderen Pumpentechnologien ist das Fördermedium bis auf den Schlauch hermetisch von Schmierstoffen und allen anderen Komponenten der Pumpe getrennt: Der Schlauch ist das einzige medienberührte Teil der Pumpe. Durch den Trockenlauf sowie durch den Verzicht auf Ventile wird eine besonders hygienische Förderung erreicht.

Förderung von sensiblen Medien ganz ohne Scherkräfte

Da zwischen den einzelnen Rollen, die den Pumpenschlauch abklemmen, Förderkammern (sogenannte Kavitäten) entstehen, wirken praktisch keine Scherkräfte auf die zu geförderte Flüssigkeit ein. Durch diese Besonderheit eignen sich Schlauchpumpen auch für den Transport schersensibler Medien wie Joghurt mit Fruchtstücken oder andere Flüssigkeiten mit Feststoffpartikeln. Ebenso befähigt die verdrängende Förderung Peristaltikpumpen auch für den Transport von hochviskosen Flüssigkeiten. Die gleichmäßige Förderung wirkt sich zusätzlich positiv auf das Medium und die angeschlossenen Systeme aus, da Kavitation fast vollständig vermieden wird.

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