Pumpen-Lexikon

Exzenterschneckenpumpe

Die Exzenterschneckenpumpe zählt zu den rotierenden Verdrängerpumpen. Sie ist zur Förderung einer Vielzahl von Medien, insbesondere von feststoff-beladenen, hochviskosen, scherempfindlichen oder abrasiven Medien wie zum Beispiel Schlämmen, Gülle, Erdöl und Fetten, aber auch sensible Medien wie Lebensmitteln, Kosmetika und vielen Chemikalien geeignet.

Aufbau und Wirkprinzip

Die Förderelemente der Exzenterschneckenpumpe sind der Rotor, eine Art Rundgewinde-Schraube mit großer Steigung, Gangtiefe und kleinem Kerndurchmesser und ein feststehender, meist aus einem Elastomer gefertigter Stator, in dem sich der Rotor exzentrisch bewegt.
Der Stator hat einen Gewindegang mehr und die doppelte Steigungslänge des Rotors. Die sich so zwischen Stator und  Rotor bildenden Förderräume oder Förderkammern bewegen sich kontinuierlich von der Eintritts- oder Saugseite zur Austritts- oder Druckseite der Pumpe. Ventile zur Begrenzung der Förderräume werden nicht benötigt.
Eine 360° Drehung des Rotors bei freiem Auslauf ergibt die volumetrische Fördermenge pro Umdrehung. Die Form der Hohlräume ist konstant, so dass das Fördermedium darin nicht komprimiert wird. So können Exzenterschneckenpumpen nicht nur Fluide, sondern auch Festkörper fördern. Die Scherkräfte, die auf das Fördergut einwirken, sind dabei sehr klein, die Förderung erfolgt kontinuierlich, sehr schonend und pulsationsarm.

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