Pumpen-Technologien -
vielseitig einsetzbar

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Chemiepumpen

Die Herstellung chemischer Erzeugnisse und der Umgang mit Chemikalien erfordern seit jeher spezielle Kenntnisse, Apparate und Maschinen. Die fortschreitende Spezialisierung der Chemieunternehmen hat, beginnend mit Grundstoffen wie Schwefelsäure oder Chlor bis hin zu hochkomplexen Vorprodukten für die Pharma- oder Kunststoffindustrie, eine Vielzahl an spezialisierten Herstellern hervorgebracht. In keinem anderen Industriebereich sind für die Hersteller von Strömungsmaschinen und Verdrängerpumpen die Kenntnis der Prozesse, der Gefahren und der Eigenschaften der Flüssigkeiten und Gase so wichtig, wie in der Chemie. Der fortwährende, intensive Austausch zwischen Verfahrenstechnik und Pumpentechnologie ist daher die Basis einer erfolgreichen und sicheren Förderung der verschiedenen Stoffe mit Chemikalienpumpen.

Kaum eine andere Anwendung erfordert ein derart breites Spektrum an Pumpen, wie die Chemieindustrie. Chemiepumpen sind in nahezu allen Bereich der Produktion zu finden, beginnend bei der Entladung von Rohstoffen, deren Aufbereitung, den Umwandlungsprozessen bis hin zur Lagerung und der Behandlung von Abwässern und –gasen.
Die Fördermedien selbst sind dabei diejenigen Komponenten, die die Auswahl und die Ausführung der Fördermaschinen maßgeblich bestimmen. Hierbei sind die chemischen und physikalischen Eigenschaften aber auch die Gefährdungsbeurteilung wichtige Leitgrößen.  Im besten Falle nehmen Planer und Pumpenhersteller bereits in einem frühen Stadium eine Risikoeinschätzung für den Betrieb der Maschine vor und lassen diese in Betriebsvorschriften und das Sicherheitskonzept der Anlage einfließen.

Erfolgreiche Anwendungsbeispiele für Chemiepumpen

In der chemischen Industrie sind in Pumpstationen für die Beladung oder Entleerung von Tank- oder Kesselwagen oftmals Kreiselpumpen anzutreffen. In Abhängigkeit von Eigenschaften wie Viskosität oder Scherempfindlichkeit kommen aber ebenso oft Verdrängerpumpen zum Einsatz. Aufgrund der unterschiedlichen Fördermengen und moderaten Druckhöhen offerieren beide Pumpengruppen ein riesiges Spektrum an Ausführungen, Materialien und Wellendichtungskonzepten. Neben der chemischen Eignung der Pumpen spielen bei der Be- und Entladung häufig Sicherheitsaspekte wie Explosionsschutz oder Trockenlaufvermeidung eine große Rolle.

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Kreiselpumpen, Seitenkanalpumpen, Exzenterschneckenpumpen, Drehkolbenpumpen, Schraubenspindelpumpen

In thermischen Trennverfahren wie der Destillation wird zur Trennung von Flüssigkeitsbestandteilen ein kontinuierlicher Stoffstrom im Kreis gepumpt. Herausforderungen für Flüssigkeitspumpen ergeben sich, neben der richtigen Materialwahl, häufig aus der Tatsache, dass die zu fördernden Flüssigkeiten nahe am Dampfdruck liegen. Pumpen, die hier zum Einsatz kommen, zeichnen sich durch ein sehr gutes Saugverhalten (niedrige NPSH) aus.

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Kreiselpumpen, Seitenkanalpumpen

Waschwasserströme in den Rauchgaswäschern von Industrieanlagen und industriellen Müllverbrennungen führen oft große Mengen saurer Schadstoffe und herausgewaschene Feststoffe mit. Kreiselpumpen, die dazu oftmals auch noch sehr große Mengen fördern, erleben hier eine sowohl korrosive als auch abrasive Belastung. Oft trifft dies auch auf Nebenaggregate, zum Beispiel bei der Kalkmilchdosierung, zu. Pumpenlösungen müssen für diese Anwendungen vor allem im Hinblick Werkstoff und Wellenabdichtung spezialisiert sein, um die Anforderung für einen Dauerbetrieb sicher erfüllen zu können.

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Kreiselpumpen

Neben klassischen Wasserpumpen finden sich in Anlagen zur Reinigung industrieller Abwässer häufig auch Chemiepumpen – z.B. bei der Dosierung von Kalkmilch, Hypochlorit oder als Auffangpumpe in einem Pumpensumpf müssen auch hier Anforderungen an Korrosionsfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit erfüllt werden.

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Kreiselpumpen, Membrandosierpumpen, Exzenterschneckenpumpen, Drehkolbenpumpen

Die Herstellung von Chlor in industriellem Maßstab erfolgt meist durch die elektrolytische Zerlegung von Natriumchlorid (NaCl) oder Chlorwasserstoff (HCl). Die großen Stoffströme erfordern allermeist einstufige Kreiselpumpen. Die Korrosivität der Stoffe schränkt die Auswahl an Werkstoffen und damit auch die an Fabrikaten und Dichtungskonzepten gegenüber anderen Anwendungen deutlich ein – je größer die Pumpen werden, umso mehr ist dies der Fall. In der Salzaufbereitung, wie auch an der Elektrolysezelle und in der Natronlauge sind heute neben Reinmetallpumpen aus Titan und Nickel vorwiegend Kunststoffpumpen zu finden.

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Kreiselpumpen

Wegen der vielseitigen Eigenschaften der Schwefelsäure (zum Beispiel bei der Trocknung von Stoffströmen) ist diese aus der Verfahrenstechnik nicht wegzudenken. Allerdings stellt die Säure hinsichtlich ihres Korrosionsverhaltens eine Herausforderung an die Materialien von Apparaten und Maschinen dar. Diese ändert sich nämlich sowohl mit der Konzentration als auch mit der Temperatur. Dabei gilt jedoch nicht je mehr, desto mehr. Auch kann die Abnahme der Konzentration eine Zunahme der Korrosivität zur Folge haben. Die Art der hier zur Anwendung kommenden Pumpen wird in erster Linie durch die Anwendungstemperatur und den Pumpendruck bestimmt, danach erfolgt die Auswahl eines geeigneten Werkstoffes und Abdichtungssystems.

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Kreiselpumpen, Membran-Dosierpumpen, Exzenterschneckenpumpen, Drehkolbenpumpen

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