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Speicherung regenerativer Energien

Pumpspeicherkraftwerke für die Energiewende

Pumpen verbrauchen viel Energie: Rund ein Zehntel des globalen Verbrauchs an elektrischer Energie geht auf ihr Konto. Bei vielen Aggregaten besteht Potenzial für Einsparungen. Moderne Motoren und ein geregelter, bedarfsgerechter Antrieb können helfen, die Verbräuche zu reduzieren.

Mit ihrem Energiebedarf leisten Pumpen jedoch auch viel. Sie sind in unzähligen Bereichen von Industrie, Gewerbe und Privathaushalten unabdingbar. Von der Wasserverteilung über die Chemikalienproduktion bis hin zu Landwirtschaft und Gebäudeversorgung halten Pumpen die Prozesse am Laufen.
 

Pumpspeicherkraftwerk

 

Pumpen können viel Energie speichern

Dass Pumpen nicht nur für den Verbrauch elektrischer Energie verantwortlich sind, sondern auch dazu beitragen können, diese zu generieren und zu speichern, illustrieren Pumpspeicherkraftwerke. Das einfache Funktionsprinzip: Pumpen fördern Wasser in ein sogenanntes Oberwasserbecken, das höher gelegen ist als das Unterwasserbecken. Die elektrische Energie für die Förderung des Wassers wird so zu Lageenergie, die bei Bedarf durch Turbinen wieder zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Pumpspeicherkraftwerke können überschüssige Energie speichern, bis sie benötigt wird – für die Energiewende sind sie deshalb ein wichtiger Faktor, da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne schwankt. Um Energienetze ausschließlich mit erneuerbaren Quellen zu betreiben, gäbe es allerdings bislang viel zu wenige Pumpspeicherkraftwerke. Denn da für den Betrieb mindestens zwei Wasserreservoire nötig sind, spielen die geografischen Faktoren für den Bau in diesem Fall eine noch größere Rolle als bei anderen Kraftwerken.

 

Vom Kohletagebau zum Speicherkraftwerk

Das EU-Projekt Atlantis untersucht Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen – indem es mit einer weiteren Herausforderung der Energiewende verknüpft wird. Europaweit werden mehr und mehr Kohletagebaue stillgelegt. Atlantis zielt darauf ab, diese Tagebaue in hybride Energiespeicherprojekte umzuwandeln.

Dafür soll eine integrierte technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie zur Energiespeicherung der Überschussenergie in ehemaligen Braunkohletagebauen ausgearbeitet werden. Wichtig ist den Projektbeteiligten, dass dabei die Vorgaben des europäischen Green Deals zum Klima- und Naturschutz berücksichtigt werden. Schließlich ist eines der größten Probleme von Pumpspeicherkraftwerken der erhebliche Eingriff in die Ökologie und ins Landschaftsbild.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen zwei europäische Bergbauregionen in Griechenland und Polen, die sich im Wandel befinden. Koordiniert wird Atlantis allerdings vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ). Es vereint sechs Forschungseinrichtungen und Energieversorgungsunternehmen aus Griechenland, Polen und Deutschland. Die EU fördert das Vorhaben für drei Jahre.

Für die Energiewende können Pumpspeicherkraftwerke eine Schlüsselfunktion übernehmen. Und Pumpen sind dabei unverzichtbar. Je mehr der Einsatz der Energiespeicher wächst, desto deutlicher können Pumpen zeigen, dass sie Energie nicht nur verbrauchen, sondern auch einen großen Nutzen für deren effiziente Speicherung und Verwendung haben.

 

 

Picture: Ringelbaer, Pixabay

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