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Materialumkehr bei Drehkolbenpumpen erlaubt eine deutlich längere Lebensdauer

Diese Änderung ist besonders beim Pumpen von Medien mit kristallisierendem MAP positiv

Bis Anfang 2013 wurde eine herkömmliche Drehkolbenpumpe eingesetzt, um Zentrat in das Belebungsbecken einer bayrischen Kläranlage zu fördern. Aufgrund des hohen Gehalts an Magnesiumammoniumphosphat (MAP) im Wasser traten jedoch besonders an den Elastomer-Kolben rasch deutliche Verschleißerscheinungen auf, wodurch das Aggregat häufig gewartet werden musste. Die Verantwortlichen entschieden sich daher, die Pumpe durch ein robusteres und zuverlässigeres Modell auszutauschen. Die Wahl fiel auf die Drehkolbenpumpe TORNADO® T2 T.Envi® der NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH aus Waldkraiburg, die speziell auf die Anforderungen vor Ort zugeschnitten ist und damit höchste Betriebssicherheit garantiert: Durch die baureihentypische Materialumkehr, die die T2 von den Drehkolbenpumpen anderer Hersteller absetzt – Metallkolben drehen sich in einem Elastomer-Gehäuse – konnte der Verschleiß minimiert werden.

Metallische Drehkolben in einem Elastomergehäuse, eine kleine, aber wirkungsvolle Änderung von NETZSCH
Durch die baureihentypische Materialumkehr ließ sich der Verschleiß minimieren: Die Metallkolben sind unempfindlich gegenüber dem schwierigen Medium. Dieses stellt einen großen Vorteil von der NETZSCH TORNADO® T2 T.Envi® Drehkolbenpumpe dar.
 

 

„Das abgeschiedene Wasser aus der Zentrifuge – also das Zentrat, das weiter ins Belebungsbecken gepumpt wird – ist mit Ammonium, Stickstoff und MAP belastet“, erklärt der Klärmeister. „Bei letzterem handelt es sich um ein Salz aus Ammonium, Magnesiumkationen und Phosphatanionen, das beim Pumpvorgang auskristallisiert. Es sorgte bei der herkömmlichen Drehkolbenpumpe, die bis Januar 2013 genutzt wurde, für einen frühzeitigen Verschleiß.“ Betroffen waren vor allem die Elastomer-Kolben; deren Spitzen wurden regelmäßig verschlissen, da auf diese Komponenten die meisten dynamischen Kräfte wirken. Als Konsequenz musste das Aggregat jährlich gewartet werden.

 

T.Envi® seit 2013 verschleißfrei

Um diesen Aufwand künftig zu vermeiden, entschieden sich die Verantwortlichen in der Kläranlage, das bisherige Modell gegen eine Drehkolbenpumpe TORNADO® T2, Modell T.Envi® auszutauschen. Kerngedanke bei der Entwicklung dieses Pumpentypus war eine möglichst robuste und langlebige Konstruktion, die durch eine Materialumkehr geprägt ist:1 Basierend auf Jahrzehnten Erfahrung mit Exzenterschneckenpumpen bei der sich Stahlrotoren im Elastomer drehen und die stärkeren dynamischen Kräfte aufnehmen, werden bei NETZSCH-Drehkolbenpumpen die Kolben aus gehärtetem Stahl gefertigt. Durch auf-vulkanisierte Pads auf den Flanken der Kolben wird zu jedem Zeitpunkt der Rotation ein Hart-Weich-Kontakt sichergestellt, wie bei der Exzenterschneckenpumpe. Die bei vielen anderen Modellen typische und sehr verschleißintensive Reibung von Gummi an Gummi wird verhindert. Die speziell aufeinander abgestimmten Formen von Kolben und Gehäuse verbessern dabei nicht nur die Förderleistung, sie reduzieren zusätzlich die Reibung und den Energieverbrauch. Die Drehkolben laufen in einem gummierten und strömungsoptimierten Gehäuse.

Bereits seit Februar 2013 ist die T.Envi® in einem bayrischen Klärwerk im Einsatz. Durch ihre besondere Konstruktionsform konnte der Verschleiß der Pumpe dramatisch reduziert werden: Die Metallkolben sind absolut unempfindlich gegenüber dem schwierigen Medium und nutzen sich nicht ab.

 

Verlängerte Standzeit und einfache Wartung

Darüber hinaus wurden auch für die anderen Bestandteile der Drehkolbenpumpe besonders hochwertige Materialien und Komponenten verwendet. So sorgen torsionsfeste und biegesteife Wellen selbst bei hohem Druck für einen sicheren Betrieb. Robuste Schrägkugellager gewährleisten die axiale und radiale Stabilität von Wellen und Kolben. Außerdem sorgt der Riementrieb für höchste Laufruhe des Pumpenaggregates. Weniger Vibrationen und Belastungen für alle Bauteile sind die Folge. So wird insgesamt eine deutlich erhöhte Standzeit erreicht.

Auch die Wartung gestaltet sich im Vergleich zur vorherigen Drehkolbenpumpe wesentlich einfacher: Da das System nicht geschmiert wird, entfallen aufwändige Schmiermittel-Wechsel und die Leckagegefahr. Sollten dennoch einmal Service- oder Reparaturarbeiten an der T.Envi® erforderlich werden, lassen sich diese durch den direkten Zugriff zum Pumpenraum schnell und vor allem einfach erledigen. Nach der Demontage der Antriebsabdeckung kann man auch auf den kompletten synchronisierenden Riementrieb zugreifen. Dadurch wird der Arbeitsaufwand auf ein Minimum reduziert und die Stillstandzeiten verkürzt.

 

TORNADO® T2 T.Envi® Pumpe von NETZSCH in einer deutschen Kläranlage Die Drehkolbenpumpe TORNADO® T2 T.Envi® von NETZSCH pumpt Konzentrat in den Belebungsbehälter
Das Management einer deutschen Kläranlage hat beschlossen, die bisherige Drehkolbenpumpe durch eine TORNADO® T2 T.Envi® Pumpe der NETZSCH zu ersetzen. Sie ist speziell auf die Umgebungsbedingungen vor Ort abgestimmt und garantiert so maximale Betriebssicherheit. Die T.Envi® pumpt seit Februar 2013 Konzentrat in den Belebungsbehälter - mit einem jährli-chen Fördervolumen von ca. 22.000 m3, aber ohne Verschleiß.

 

 

Quelle & Bilder: NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH

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