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Kunststoffpumpen: Besser im Salzwasser

Pumpen aus Vollkunststoff sind im Salzwasser unschlagbar – erfahren Sie warum

Kunststoffpumpen für Salzwasser-Anwendungen
Quelle: Caroline Lang, pixelio.de
 

Für die Salzwasserbewohner zahlreicher Aquarien erzeugen Kreiselpumpen aus Kunststoff die lebensnotwendige Strömung oder sind das Herz der aufwendigen Filteranlagen. Auch bei der Herstellung von Trinkwasser aus Meerwasser spielen Pumpen aus Kunststoff eine wichtige Rolle. Aber ist das Material dabei überhaupt wichtig?

 

Was haben Kunststoffpumpen, was Metallpumpen nicht haben?

Verschiedene metallische Legierungen sind für Seewasseranwendungen grundsätzlich geeignet. Ein gewaltiger Unterschied jedoch liegt in ihrer Anfälligkeit für Biokorrosion. Mikrobiologisch induzierte Kor-rosion (MIC) entsteht, wenn sich Algen, Bakterien und Pilze an metallischen Oberflächen ansiedeln. An- und aerobe Bakterien erhalten auf diese Weise einen erstklassigen Lebensraum und wirken reduzierend wie oxidierend auf die Metalle ein. Flächenkorrosion und Lochfraß sind die Folge.

 

Warum Pumpen aus Kunststoff nachhaltiger sind

In industriellen Anlagen begegnet man der Biokorrosion durch häufiges Spülen, u.a. mit Bioziden oder anderen Chemikalien. Eine Option, die für Meerwasseraquarien nur eingeschränkt umsetzbar ist und für Pumpen, die im Dauerbetrieb laufen, gar nicht in Frage kommt.

Kunststoffpumpen aber sind gegenüber Algen, Pilzen und Bakterien vollkommen inert und benötigen daher auch keine Reinigung. Darüber hinaus wird ihre Umweltbilanz dadurch verbessert, als dass reine Kunststoffe nach Ende ihres Lebenszyklus vollständig recycelt werden können.

 

Gibt es Unterschiede bei den Kunststoffpumpen?

Und was für welche! Ob eine Kreiselpumpe aus Kunststoff mehrere Jahre im Dauerbetrieb durchhält, hängt ganz wesentlich davon ab, ob und wie viel Wert der Hersteller auf das Design der einzelnen Komponenten gelegt hat – je nachdem sparen dabei entweder der Hersteller, oder der Betreiber.

Kunststoffpumpen, wie sie in Meerwasseraquarien und Entsalzungsanlagen häufig vorkommen, müssen energieeffizient sein, damit ihr Betrieb für den Betreiber kostengünstig und für die Umwelt nachhaltig ist. Bei Munsch haben wir von Beginn an nie aufgehört, in Talente und Technologien zu investieren. Die Ver-besserung von Herstellungstechnologien und Hydrauliken ist ein Dauerprozess, in dem wir seit Jahren führend sind.

Wir haben verstanden, dass viele Prozesse und auch das Leben von Aquariumbewohnern von der Zuverlässigkeit der Pumpen abhängt. MUNSCH-Pumpen sind daher äußerst robust und kompromisslos aufgebaut. Ein Blick auf die Wellenabdichtung verrät Ihnen, dass wir hier nicht gespart haben.

 

Warum reiner Vollkunststoff besser ist?

Oft liest man von faserverstärkten Kunststoffen, die auch im Pumpenbau vorkommen. Hierbei werden dem Kunststoff beispielsweise Glasfasern beigemischt und so einige der mechanischen Kennwerte des Materials verbessert. Es ist dann möglich, drucktragende Bauteile mit dünnerer Wandstärke herzustel-len. Mit Glasfasern zu arbeiten ist aber so eine Sache. Diese Verbundmaterialien sind zudem nicht recy-celbar und, je nach Einsatzfall, auch weniger verschleißfest (wenn zum Beispiel Sand im Wasser vor-kommt).

MUNSCH Kunststoffkreiselpumpe MAMMUT

Vollkunststoffpumpen, wie sie MUNSCH seit mehr als 50 Jahren baut, haben, insbesondere dann wenn verschleißende Komponenten eine Rolle spielen, die Nase vorn. Mehrere Zentimeter dicke Bauteile bieten ausreichend Verschleißreserven und langkettige Polymere, wie das PE-UHMW (auch PE1000), bieten mehr Widerstand als die meisten metallischen Legierungen. Diese Pumpen halten einfach länger durch.

 

Macht das wirklich so viel aus?

Der Vergleich mehrerer Kunststoff- und Metallpumpen für die Zirkulation von 400 m³/h Salzwasser über einen Filter (Differenzdruck 3 bar) ergab Unterschiede im Leistungsbedarf von bis zu 15 kW. Daraus ergibt sich ein jährlicher Kostenvorteil in fünfstelliger Höhe – für den Betreiber, der genau hinschaut!

 

 

Quelle: Frank Pauly, MUNSCH
Pumpenbild:  MUNSCH

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