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Bioethanol einfach und sicher fördern

Was bei der Herstellung, Förderung und Verwendung beachtet werden sollte

Aufgrund der Bedeutung von Ethanol für Reinigungsmittel steht auch Bioethanol aktuell im Fokus. Aber wie funktioniert die Herstellung, und was muss bei der Verwendung und Förderung des Mediums beachtet werden?
 

Biotech Anlage
Ethanol kann biotechnologisch auch aus Reststoffen gewonnen werden.

 

Alle reden von Elektromobilität – doch erneuerbare Mobilität wird aktuell noch in einem viel größeren Umfang von Biokraftstoffen dominiert. Damit sind teils gasförmige, vor allem aber flüssige Kraftstoffe gemeint, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Neben gezielt zum Zweck der Kraftstoffgewinnung angebauten Pflanzen können das auch Abfälle sein, zum Beispiel Restholz. Auch Verfahren zur Gewinnung von Ethanol aus verschiedenen Agrarreststoffen  werden im Pilotmaßstab erprobt: Sie vermeiden die „Tank oder Teller“-Diskussion, indem sie etwa auf Stroh als Ausgangsmaterial setzen.

 

Biokraftstoff sticht Elektromobilität

Weltweit werden derzeit knapp 25 Millionen Tonnen Biodiesel jährlich aus regenerativen Rohstoffen hergestellt. Überflügelt wird die Menge von Bioethanol: Der Kraftstoff kommt international auf über 70 Millionen Tonnen jährliche Produktionsmenge. In Deutschland liegt der Ethanolabsatz bei 1,2 Millionen Tonnen, von denen etwa 700.000 Tonnen auch im Land produziert werden. Je nach Beschaffenheit von Motor und übriger Technik können Fahrzeuge mit Kraftstoffen aus 100 Prozent Bioethanol betrieben werden, oder mit einer Beimischung – das bekannteste Beispiel ist E10. Der Ottokraftstoff enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol.

Die Eignung von Maschine und Infrastruktur muss an allen Stellen der Bioethanolproduktion beachtet werden. Viele Autofahrer erinnern sich an die bei der Einführung von E10 in Deutschland oft gestellt Frage, welches Fahrzeug die Beimischung verträgt. Denn der in E10 enthaltene Alkohol kann unter Umständen eine Korrosion bei aus Aluminium gefertigten Bauteilen der Treibstoffversorgung auslösen und auch Kunststoffe angreifen, die beispielsweise in Schläuchen und Dichtungen enthalten sind.

 

Verträglichkeit muss sichergestellt sein

Was für die Nutzung als Kraftstoff gilt, trifft auch auf die Förderung, Verarbeitung und Lagerung zu: Alle Maschinen und Anlagen, in denen Ethanol als Medium vorkommt, müssen für den Kontakt mit dem Alkohol geeignet sein – gerade bei höherer Reinheit als die bei Kraftstoff üblichen 10 Prozent. Das gilt auch für Pumpen: Alle medienberührenden Teile müssen den ständigen Kontakt vertragen. Darüber hinaus müssen unter Umständen auch Atex-Richtlinien erfüllt werden.

 

Bioethanol aus Rapssamen
Raps dient als beliebte Quelle für die Herstellung von Bioethanol.

 

Die Auswahl der entsprechenden Fördertechnik, die zum Medium und zur Produktionsumgebung passt, kann selbst erfahrene Anwender vor Herausforderungen stellen. Hilfe bietet der PUMPselector der Star Pump Alliance: der einfache Weg zum richtigen Pumpensystem. Mit wenigen Klicks erhalten Interessenten passende Angebote – herstellerübergreifend und von erfahrenen Experten zusammengestellt.

 

 

Pictures: Pixabay

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