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Abwärme nutzen, Energieverbrauch senken

Energie- und Ressourceneffizienz: Rückführung von Abwärme
In der Industrie wird viel Energie verbraucht. Dabei entsteht oft Abwärme, die künftig besser genutzt werden soll.

 

Bislang ungenutzte Potenziale für Energie- und Ressourceneffizienz

Ob chemische Industrie, Textilverarbeitung oder Polymerproduktion: In der Prozessindustrie wird viel Energie verbraucht. Hersteller sind deshalb seit langer Zeit bestrebt, ihre Verfahren zu optimieren und den Verbrauch so weit wie möglich zu reduzieren.

Mit Erfolg: Im Gegensatz zu anderen Branchen konnte beispielsweise die chemische Industrie ihren spezifischen Primärenergieverbrauch erheblich senken. Die Energieeffizienz der Herstellung etwa von Stahl, Glas, Nichteisenmetallen und Chemikalien hat sich seit Jahrzehnten erhöht.

 

Effiziente Pumpen bieten Hebel für Verbrauchsreduzierung

Ein Grund sind Fortschritte bei der Verfahrenstechnik. Ein anderer ist, dass Anlagenkomponenten effizienter werden. Pumpen, die in fast jedem verfahrenstechnischen Prozess eingesetzt werden müssen, bieten dafür gleich mehrere Hebel:

  • die richtige Dimensionierung
  • hohe Wirkungsgrade
  • Motoren mit hoher Energieeffizienz
  • Regelung mit Frequenzumrichter

 

Betreiber, die Wert auf die Senkung ihres Energieverbrauchs legen, haben diese Möglichkeiten jedoch oft schon ausgeschöpft. Andere Ideen geraten deshalb vermehrt in den Fokus. Ein vielversprechender Ansatz ist es, nicht nur weniger Energie aufzuwenden, sondern auch jene Energie wiederzuverwenden, die durch Abwärme entsteht.

Der Grund dafür: Gerade in energieintensiven Industriebranchen wie der Chemie oder auch bei der Zulieferindustrie für die Automobilproduktion entsteht in Herstellprozessen viel Abwärme, die sich thermisch nutzen lässt. Schlüssel dafür sind intelligente Systeme, die Abwärme- und Stromeffizienzen transparent den Prozessen zuordnen, die sie betreffen.

 

Zusätzliche Nutzung von Abwärme bietet weiteres Potenzial

Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördertes Projekt beschäftigt sich mit diesem neuen Ansatz für Industriebetriebe. „Intelligente ökonomische und ökologische Ressourceneffizienzsteuerung mittels digitalem Prozesspass“ heißt das Vorhaben, das an der Hochschule Trier ein Energiemonitoring und -management für die bedarfsgerechte Zuordnung von Ressourcen entwickeln soll.

Ziel soll ein IT-System sein, das branchenübergreifend eingesetzt werden kann. Mit einem sogenannten digitalen Prozesspass könnte es Betreiber in die Lage versetzen, den Ressourcenverbrauch sowie die Abwärme- und Stromeffizienz transparent den einzelnen Prozessen zuzuordnen.

 

Abwärme zurückführen und bestmöglich nutzen

Das kann aus Sicht der Projektbeteiligten die Ressourceneffizienzen steigern, indem Wege identifiziert werden, Abwärme zurückzuführen und so effizient wie möglich zu nutzen. Bisher habe eine solche Nutzung von Abwärme in der Energiewende und der Transformation der industriellen Energieversorgung nur eine untergeordnete Rolle gespielt, heißt es.

Herstellern in den energieintensiven Industrien steht damit vielleicht schon bald eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, ihre Energieverbräuche nachhaltig zu senken. Letztlich könnte das Projekt sich also gleich mehrfach als nützlich erweisen: Wenn Energie besser genutzt wird, können Verbraucher ihre Kosten senken und gleichzeitig die Auswirkungen ihrer Produktion auf Umwelt und Klima noch weiter reduzieren.

 

 

Bild:  Loic Manegarium, Pexels

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