Eine Anwendung, die herkömmliche Konstruktionen ausschließt
Bei der Melasse-Raffination fallen kontinuierlich Prozessabfälle an – Waschwasser, Restsirupe, Kristallisationsnebenprodukte –, die in Sammelbecken abfließen. Zwei Bedingungen bestimmen die Pumpenanforderung: Die Flüssigkeit enthält eine erhebliche Feststofffracht, und das Sammelbecken läuft fast trocken, sobald die vorgelagerte Produktion zwischen den Chargen verlangsamt wird oder zum Stillstand kommt. Die meisten Pumpenkonfigurationen können diese beiden Bedingungen nicht gleichzeitig bewältigen, ohne dass zusätzliche Schutzsysteme erforderlich sind oder es zu erhöhtem Verschleiß kommt.
Warum eignet sich die freitragende Konstruktion für diesen Einsatz?
Eine Cantileverpumpe hat keine im Flüssigkeitsraum liegenden Lager und keine mit der Flüssigkeit in Kontakt stehende Gleitringdichtung. Das rotierende Element hängt an einer Säulenwelle, wobei sich Laufrad und Gehäuse unten befinden und die gesamte Antriebsbaugruppe über dem maximalen Füllstand liegt.
Wenn der Füllstand im Sumpf auf wenige Zentimeter absinkt – ein routinemäßiger Zustand im chargengesteuerten Raffineriebetrieb –, läuft die Pumpe weiter, ohne dass Dichtungen oder Lager gefährdet werden. Es sind weder ein Trockenlaufschutz noch eine Mindestfüllstandsverriegelung noch ein Dichtungsspülsystem erforderlich.